Die Alp Mühlebach erstreckt sich über das ganze Mühlebachtal und dem Widersteinerloch. Ausser der Glattmatt und dem Bützi, die von Talbetrieben als Alpheufläche genutzt werden, wird die Alp ausschliesslich mit Rindvieh und Ziegen bewirtschaftet. Die Alp besteht aus 4 Sennten (Sennten = ein Betrieb, der wirtschaftlich unabhängig von den anderen Betrieben geführt wird) und ist im Besitz der Gemeinde Glarus Süd.
Ich bewirtschafte die Sennten Hahnen und Plättli (fusioniert 2011), das Schlösslisennte wird von Stefan Fässler und das Gamszinggensennte von Adrian Rychen bewirtschaftet. Die Alp hat noch Wildgeissrechte, die Stefan Hämmerli aus Engi verwaltet. Leider spürt auch er die Präsenz des Wolfes. Um die Vorgaben, die der Herdenschutz fordert, erreichen zu können, muss er jetzt die Ziegen im Bereich Bergli und Bützi einzäunen.
Die Alp ist über eine Strasse bis zum Oberstafel erschlossen. Auch wenn diese gefährlich und steil ist, bringt sie enorme Vorteile bei der Bewirtschaftung mit sich. Die Alp zeichnet sich nicht nur mit dem hervorragenden Angebot an Grünfutter aus, sondern auch mit einem grossen Vorkommen natürlichen Wassers. So sind auf der Alp verhältnismässig wenig Brunnen im Einsatz, wo das Wasser gefasst und über weite Strecken hergeleitet werden muss.